Treuenbrietzen und Marzahna Potsdam-Mittelmark : Betrüger am Telefon

  • veröffentlicht am 25.02.2026
  • Polizeibericht
  • Treuenbrietzen und Marzahna Potsdam-Mittelmark

Im Stadtgebiet Treuenbrietzen kam es in den gestrigen Abendstunden vermehrt zu betrügerischen Anrufen. Dabei wurden mehrere Anwohner der Gemeinde durch Betrüger kontaktiert, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Mit einer altbekannten Masche, dass man eine Tätergruppe in der Nachbarschaft erwischt habe und diese bei ihrer Festnahme einen Zettel dabei hatten, wo auch die Adresse der Angerufenen draufstände, versuchte die Betrüger Angst zu schüren. Als Nächstes fordern die Täter die Angerufenen auf, ihre Wertgegenstände zusammenzusuchen und diese vermeintlichen Polizisten zu übergeben, die die Wertgegenstände dann in „Sicherheit“ verwahren würden. Besonders verwerflich an dieser Betrugsmasche ist, dass sich die Täter als Polizisten ausgeben, um sich durch die vermeintliche Seriosität das Vertrauen zu erschleichen.

Die Angerufenen aller im Raum Treuenbrietzen erkannten aber schnell die falschen Absichten der unbekannten Täter und meldeten diese bei der richtigen Polizei. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt zu den Fällen.

Dienstag, 24.02.2026, Abendstunden

 

Die Polizei rät sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen. Die Polizei fordert Bürger auf niemals am Telefon ihre finanzielle Situation zu schildern oder ihre Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat! …und rufen sie anschließend ihre örtliche Polizeidienststelle, ausschließlich unter der öffentlich bekannten oder im Telefonbuch eingetragen Telefonnummer an.

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich bitte an die Telekom.
  • Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu aber unbedingt die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die Ihnen die Anrufer möglicherweise gegeben haben bzw. die Telefonnummer, die Ihnen auf dem Telefondisplay angezeigt wurde!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Telefonnummer des Anrufers!
  • Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER „vermeintlichen“ POLIZEI!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110!
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