Polizeibericht · Breese Prignitz

Breese Prignitz: Angeblicher Gewinn

Mit Aussicht auf einen fünfstelligen Gewinn versuchten Betrüger in einem Telefonat einen 87-Jährigen am Donnerstagvormittag um 100 Euro zu bringen. Ein Unbekannter teilte dem Rentner mit, dass es sich dabei um die Gebühr zur Abwicklung der Gewinnauszahlung handle. Der Mann aus Breese fiel nicht darauf herein, sondern informierte die Polizei. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

 

Dieses Phänomen ist auch international unter dem englischen Begriff „scamming“ (dt.: „Betrügen“) bekannt und entwickelt ständig neue Facetten. Die Täter spielen mit nachvollziehbaren menschlichen Wünschen und eröffnen das Gespräch meist mit wortreichen Versprechungen von hohen Geldbeträgen. In einem scheinbar sehr freundlichen Dialog soll dann Vertrauen für den nächsten Schritt erweckt werden. Angeblich treten nämlich immer wieder Komplikationen auf, die dem großen Geld im Weg stehen – ein Notar müsse bezahlt, das Geld beim Zoll „freigekauft“ oder eine „Abwicklungsgebühr“ entrichtet werden. Die geforderten Beträge, meist mehrere hundert bis mehrere tausend Euro, sind dabei bewusst so gewählt, dass sie im Vergleich zum versprochenen Gewinn kaum der Rede wert erscheinen. Hinter dieser Masche stecken oft ganze Netzwerke von Betrügern, die arbeitsteilig Geschichten erfinden und aufrechterhalten, bis die Opfer gezahlt haben.

Originalquelle: polizei.brandenburg.de